Was ist eigentlich Snapchat und wie kann ich es für mein Unternehmen nutzen?

Snapchat
Mal ehrlich: Wissen Sie was Snapchat ist und wie man das nutzt? Machen Sie sich keine Sorgen, falls Ihre Antwort „Nein!“ lauten sollte. Denn Sie sind Sie nicht allein. Snapchat gilt zwar schon länger als die „nächste große Sache“ im Social Media Umfeld, aber uns ist aufgefallen, dass kaum jemand über 20 weiß, was Snapchat genau ist. Trotzdem ist Snapchat keine Randerscheinung mehr – auf dieser Plattform tummeln sich jede Menge junge Leute unter 25. Mehr als die Hälfte der Snapchat-Nutzer ist zwischen 16 und 24 Jahre alt. Und Tag für Tag werden über 700 Millionen Fotos über Snapchat versendet!

Möchten Sie vor Ihren Kindern oder Kollegen „bestehen“? Dann sollten Sie diesen Blogbeitrag lesen.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Was Snapchat ist
  • Wie Snapchat funktioniert
  • Was Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie Snapchat als Social Media Kanal für Ihr Unternehmen nutzen möchten

Wie funktioniert Snapchat?

Snapchat ist ein Chat-Programm – ähnlich wie beispielsweise Whats-App oder der Facebook Messenger – für Smartphones.

„Snap“ bedeutet auf Englisch „Schnappschuss“

Die auf Snapchat ausgetauschten Nachrichten bestehen aus Fotos und kurzen Videos. Die in Snapchat aufgenommenen Fotos können spielerisch illustriert werden – z.B. mit Grimassen, Zeichnungen oder kurzen Textnachrichten.

Snapchat verstehen – Was ist das besondere an dieser App?

Nutzer senden Fotos und Kurzvideos (mit Smileys und kurzen Texten illustriert) direkt an Freunde. Die versendeten Fotos und Videos sind 24 Stunden abrufbar und für den Empfänger nach dem Öffnen nur für begrenzte Zeit sichtbar – maximal für zehn Sekunden. Nach dem Betrachten löscht sich die Nachricht automatisch. Storys sind nach einem Tag verschwunden. Damit entziehen sich die Inhalte auch der digitalen Archivierung. Speichern gilt als Mogeln und das Gegenüber bekommt es mit, wenn man von einer Nachricht einen Screenshot aufnimmt. Spontane Party-Bilder, die auf einem Profil verewigt sind, sind mit Snapchat nicht mehr möglich. Und das kommt gut an. Denn im Gegensatz zur gängigen Annahme machen sich viele Jugendlichen sehr wohl Gedanken darüber, welche Informationen über sie im Internet zu finden sein sollen. …Eltern und Lehrer müssen schließlich nicht alles mitkriegen. Auch deshalb ist Snapchat im Moment so in Mode.

Die begrenzte Verfügbarkeit von Informationen macht den besonderen Reiz für Snapchat-Nutzer aus

Während Apps wie Instagram eine Plattform für die perfekte Inszenierung geben, spielt Snapchat mit dem Reiz der Flüchtigkeit. Diese Flüchtigkeit gibt den Inhalten etwas Echtes, Unmittelbares.

Das Gefühl, nie alleine zu sein

Ständig vernetzt sein, Austausch von Bildern und Gedanken mit Freunden. Viele benutzen Snapchat immer und überall und dokumentieren fast alles, was sie machen oder sehen.

Jugendliche sehen Snapchat als Rückzugsraum

Sie wollen bei Snapchat nicht, wie bei Facebook, der eigenen Oma begegnen. Aus diesem Grund ist Facebook bei vielen Jugendlichen bereits wieder out. Sie nutzen in erster Linie Whatsapp und Snapchat zur digitalen Kommunikation via Smartphone.

Die Vorlieben der Jugendlichen sind die gleichen wie früher: Eine coole Gruppe, Geschwindigkeit und eine Welt, zu der Eltern und Lehrer keinen Zugang haben. Doch Firmen, Politiker und Nachrichtensender benutzen Social Media Kanäle wie

Facebook, Twitter oder Snapchat für Ihre (Werbe-)Botschaften. Das Problem: Wird eine Plattform zu bekannt, zu kommerziell oder zu "uncool", wird sie uninteressant und Jugendliche suchen sich neue Nischen.

Nutzer über 30 tun sich schwer mit Snapchat

Vielen älteren Nutzern ist Snapchat zu schnell und zu abgedreht. Auf Facebook läuft die Kommunikation gemächlicher. Und aufgeräumter. Da werden Statusmeldungen, Bilder und Freunde dauerhaft in einer Chronik verewigt. In der eigenen Chronik und in der Chronik von Freunden kann man jederzeit die freigegebenen Lebensereignisse der letzten Jahre betrachten. Und die Fotoalben sind strukturiert, beschriftet und aufgeräumt – ordentlicher als früher so manches Fotoalbum im Wohnzimmerschrank.

Warum ist Snapchat für Unternehmen so interessant geworden?

Weil die Snapchat-Nutzerzahlen enorm zugenommen haben und sich auf dem Portal eine sehr junge  Zielgruppe ansprechen lässt.

2015 waren über 50 Prozent der Snapchat-Nutzer zwischen 16 und 24 Jahren alt. Zum Vergleich: Bei Twitter machte die Nutzergruppe der 16- bis 24jährigen 2014 gerade einmal 19 Prozent aus.

Was Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie Snapchat als Social Media Kanal für Ihr Unternehmen nutzen möchten

Snapchat unterscheidet sich im Aufbau von anderen Social Media Diensten. Im Zentrum steht die Messaging-Funktion für die Kommunikation zwischen zwei Personen oder in Gruppenchats. Die Nutzer erhalten keine Profile, die sie mit Inhalten weiter ausbauen können. Stattdessen erhält jeder Nutzer einen Sender, mit dem er einen Kanal mit Fotos oder Kurzfilmen für seine Zielgruppe bespielen kann. Andere Nutzer können diese Snaps oder Storys betrachten, jedoch nicht direkt kommentieren oder liken. Nach einiger Zeit verschwinden diese Inhalte wieder.

Um als Unternehmen mit einem neuen Social Media-Netzwerk erfolgreich zu sein, muss man oft experimentieren, um zu verstehen was ankommt und was nicht funktioniert. Snapchat hat einen ganz eigenen Stil, der sich vom Kommunikationsstil anderer Social Media-Kanäle wie Facebook oder Twitter unterscheidet. Hier geht es nicht darum, auf cool zu machen und Dinge zu posten, die nicht zur Firma passen. Unternehmen müssen es vielmehr schaffen, den Inhalt im Snapchat-Stil zu verpacken.

Kreative Anregungen für Snapchat:

  • Bei Snapchat stehen Persönlichkeit und Kreativität an erster Stelle
  • Bei Snapchat geht es ums Geschichtenerzählen – aufeinanderfolgende Posts erzählen fortgesetzte Bildergeschichten
  • Die beliebteste Funktion bei Snapchat heißt ‘Snapchat Stories’ – eine 24 Stunden abrufbare Zusammenstellung von Bildern und kurzen Videos, welche als Schilderung des Alltags oder einer Geschichte dient, die erzählt wird.
  • Posts mit wenig Text
  • Bilder werden mit Smileys und Beschreibungen im Stil eines Zeichenprogramms illustriert
Best-Practice-Beispiel: Sour Patch Kids

Der amerikanische Süßwarenhersteller Sour Patch Kids wollte seine Bekanntheit bei US-Teenagern erhöhen und stellte im Jahr 2014 „lustige, in hohem Maße teilbare“ Snaps bei Snapchat bereit:

Video "Sour Then Sweet Hijinks"

Diese mit Social-Media-Entertainer umgesetzte Kampagne brachte 120.000 neue Snapchat-Follower und der Süßwarenmarke mit dem Slogan "Sour Then Sweet" über 2 Millionen Snap-Impressions.

Fragen Sie sich ob Snapchat für Ihr Unternehmen nützlich sein könnte?
Möchten Sie erfahren, welche Social Media Kanäle für Ihre Branche geeignet wären? Dann fragen Sie doch einfach unverbindlich bei uns an…

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Snapchat
https://www.youtube.com/watch?v=1kU2z6jQBCE&list=PL4195823E4A32DBC2
http://shortyawards.com/7th/sour-then-sweet-hijinks
https://blog.hootsuite.com/de/wagen-sie-den-sprung-clevere-wege-um-snapchat-geschaeftlich-nutzen/
http://t3n.de/news/snapchat-fuer-unternehmen-nutzen-702588
http://www.heise-regioconcept.de/social-media/snapchat-fuer-unternehmen